08. March 2018 Andreas Graff

Plossenausbau? Grundsanierung Plossen Ja!

Das eindeutige Ja zur Grundsanierung des Plossens reflektiert sich nicht nur aus dem eindeutigen Stimmungsbild der Informationsveranstaltung im vergangenen Jahr im Dezember im Rathaus. Berechtigte Sorgen werden täglich nicht nur von unmittelbaren Betroffenen offen ausgesprochen. Mit Stickstoffoxid, Feinstaub und Lärm sind nicht wenige betroffen. Richtig, Frau Grosser, betroffen sind die Bewohner und die vielen Besucher unserer schönen historischen Stadt. Nicht nur ich teile Ihre Meinung, dass man in der für die Bürger schwer durchschaubaren staatlichen Entscheidungsschlange durchsieht und diesen mit einem unverständlichen Eiertanz vergleicht. Berechtigt werden zeitige, sachliche, konkrete Information von Verantwortungsträgern der Stadt, der Landministerien und der Bundesministerien eingefordert. Wie sich zeigt, ist z. B. von der Beschlussfassung der Gremien des Stadtrates oder des Stadtrates Meißen selbst, bis zu Messungen der Luftverschmutzung und der Tonnagen Begrenzung ein nicht mehr zu tragender langer Zeitraum sichtbar. Deshalb steht unsere Forderung der Notwendigkeit, Gesetze und ihre Durchführungsbestimmungen auf den Prüfstand der Realität zu stellen und zukunftsträchtig zu überarbeiten. Eine Forderung, wo die Bürgerinitiative " Meißen für Meißen" sich mit mehr als 2.500 Unterschriften an die LaSuV wandte.

Aus den länderübergreifenden Medien und Berichten hört bzw. liest man von Entscheidungen der Bundes- und Länderverwaltungsgerichten, über die notwendigen Maßnahmen, welche die gesundheitsgefährdeten Gefahrenstoffe in Gegenwart und Zukunft in den Gemeinden und Stadt verbannen sollen. Aber die kleinen Städten und Gemeinden nimmt man nur allgemein in den Wortschatz auf. Von den Kreisstädten usw. spricht man nicht. Von PKW -Abgasen hört man sehr viel. Von LKW leider nicht. Und nicht weniger Menschen sprechen aus, was sich aus dieser Information für sie ergibt. Sie wären Menschen zweiter Klasse. Nein, das sind sie nicht. Versorgungsfragen mit Waren des täglichen Bedarfs sind eben nicht mit gesundheitsschädlichen Belastungen verbunden. Im Sinne, wer den einen Vorteil bekommt, muss den Schlechten, was damit verbunden ist, in Kauf nehmen. Nein, dort muss der Stadtrat noch mehr ein energischeres Stoppzeichen setzen. Auch hier ist ein neues Denken erforderlich. Auch wir müssen für Gegenwart und Zukunft mobile Luftmessungen fordern. Ja, und wer soll das bezahlen? Laut Straßengesetz ist das der Träger der Straßenbaulast der Freistaat Sachsen. Das Geld kommt aus dem Staatshaushalt, wo ja auch unsere Steuerzahlungen einfließen. Entlastungen unserer Innenstadt spielen also keineswegs eine untergeordnete Rolle, deshalb setzt der Stadtrat auch die Prüfung der Bockwener Telle durch die LaSuV auf den Prüfstand. Und wir schieben über unsere Landtagsfraktion mit Bürgerdruck nach.

Andreas Graff Stadt- und Kreisrat

Kategorien: Leserbriefe, Kreisverband Meißen

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